Die Schöpfung

Der Gott der Schöpfung

Ein sternenklarer Nachthimmel als Symbol der Schöpfung.

Gott offenbart sich in der Bibel als unendliches, ewiges, aus sich selbst existierendes Wesen – ohne Anfang und Ende –, das die erste Ursache (d. h. die ursprüngliche Quelle, der Urheber und Schöpfer) all dessen ist, was existiert. Es gab nie einen Augenblick, in dem Gott nicht existierte.

Mose bezeugt dies mit den Worten:

»Noch ehe die Berge geboren wurden und Erde und Erdkreis in Wehen lagen, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.«
Psalm 90,2

Gott ist unabhängig von allem, was im Himmel oder auf der Erde geschaffen wurde. Er ist transzendent – das bedeutet, dass er fundamental von seiner Schöpfung unterschieden ist und über allem steht, was er gemacht hat.

… der allein Unsterblichkeit hat, der im unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch je gesehen hat noch zu sehen vermag. Ihm sei Ehre und ewige Macht. Amen.
(1. Timotheus 6,16 – Kommentar: Stamps Studienbibel)

Gott ist ein personhaftes Wesen. Er erschuf Adam und Eva „in seinem Bild“, damit sie auf ihn reagieren und eine liebevolle Beziehung zu ihm haben können. Als moralisches Wesen erschuf er alles gut und ohne Sünde; er betrachtete sein Werk und sah, dass es „sehr gut“ war.


Der Vorgang der Erschaffung

Gott erschuf alle Dinge im Himmel und auf der Erde durch die Macht seines Wortes. Die Bibel beschreibt, dass die Erde anfangs wüst, leer und finster war, bevor Gott Licht schuf und der Welt eine geordnete Gestalt gab.

Wichtige Bibelstellen zur Schöpfung:


Die Beteiligung der Dreieinigkeit

Symbolbild für den Anfang der Schöpfung.

Die gesamte Gottheit war in vollkommener Einheit an der Schöpfung beteiligt. Der Begriff „Dreieinigkeit“ beschreibt das Drei-in-eins-Sein von Vater, Sohn und Heiligen Geist:

  • Gott der Vater: Er ist der Urheber, der Planer und der Allmächtige. Von seinem Willen geht alles aus.

    »… so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm.«
    1. Korinther 8,6

  • Gott der Sohn (Jesus Christus): Er ist das mächtige Wort, durch das der Vater alles schuf.

    „Alles ist durch ihn geworden, und ohne ihn ist auch nicht eines geworden, das geworden ist.“ > — Johannes 1,3

  • Gott der Heilige Geist: Er war als bewahrende Gegenwart aktiv und „schwebte“ über den Wassern (1. Mose 1,2), um die Schöpfung zu beleben.

    »Durch das Wort des HERRN sind die Himmel gemacht und durch den Hauch seines Mundes ihr ganzes Heer.«
    Psalm 33,6


Absicht und Ziel der Schöpfung

Gottes Gegenwart in der Natur.

Gott hatte klare Beweggründe für die Erschaffung der Welt:

  1. Offenbarung seiner Herrlichkeit: Die Natur – von der Sonne bis zu den kleinsten Geschöpfen – ist ein sichtbarer Ausdruck seiner Majestät und Macht.
  2. Gemeinschaft mit dem Menschen: Gott schuf uns als dreifach-eines Wesen (Körper, Seele, Geist), um eine ewige, persönliche Beziehung mit uns zu führen. Während die Seele unseren Verstand und freien Willen umfasst, ist der Geist der Teil von uns, der ewig existiert.
  3. Wiederherstellung: Obwohl die Sünde durch die Entscheidung Adams und Evas in die Welt trat, hielt Gott an seinem Plan fest. Er versprach einen Heiland, um die Menschheit zu erlösen und die ursprüngliche Gemeinschaft wiederherzustellen.

Alle Elemente der Natur zeigen Gottes schöpferische Gegenwart:

  • Die Sonne und der Mond
  • Felsen und Bäume
  • Tiere und Vögel

Sie alle laden uns ein, den Schöpfer zu ehren, der uns aus Liebe ins Dasein gerufen hat.